Donnerstag, 31. Dezember 2015

Das höre ich im...Dezember

"This is how you remind me of what I really am"

"How you remind me" - Nickelback
Ja, das Lied ist alt. Aber es ist einfach zu cool und jetzt hab ich's mal wieder zufällig gehört und ich liebe es, also hör ich es wieder öfter <3

How you remind me

"Renegades" - X Ambassadors
Ich weiß auch nicht, das Lied gefällt mir einfach und deswegen hör ich's mir im Moment richtig gerne an :)

Renegades

"Show me love" - Robin Schulz feat. J.U.D.G.E. 
Meistens hört man ein Lied zum ersten Mal und denkt sich so "Ja, doch, geht so." und manchmal hört man ein Lied und denkt sich "Ne, mag ich gar nicht!". Aber manchmal denkt man sich auch "Oh, wow!". So war das bei mir und 'Show me love'. Ich liebe ja auch 'Sugar' von Robin Schultz, der Song ist einfach zu cool, aber das Lied jetzt ist so schön :) Das Video dazu hab ich mir auch wieder x-mal angeschaut und diesmal erzählt es eine richtige Geschichte, die so traurig ist und auch irgendwie wahr...
Im Moment auf jeden Fall eins meiner Lieblingslieder!

Show me love

Samstag, 26. Dezember 2015

Godspeed - Die Suche

Klappentext


Drei Monate sind vergangen, seit die 17-jährige Amy aufgetaut wurde. Das Leben, das sie auf der Erde führte, ist lange vorbei. Und eine gemeinsame Zukunft mit Junior liegt in weiter Ferne. Während ihre Gefühle füreinander stärker werden, wird die Lage auf dem Raumschiff, der Godspeed, immer bedrohlicher.
Doch es gibt Hoffnung: Junior hat die Führung an Bord übernommen und er will die Leute auf dem Schiff ohne Lügen und ohne die kontrollierende Droge Phydus regieren. Als Junior und Amy dann aber schockierende Neuigkeiten über den Zustand der Godspeed erfahren, ist es ein Wettlauf gegen die Zeit, die ganze Wahrheit herauszufinden. Das Schiff ist in einem desolaten Zustand und die Leute an Bord werden immer unberechenbarer. Amy und Junior versuchen gemeinsam, hinter das schreckliche Geheimnis zu kommen, das die Godspeed schon Hunderte von Jahren mit sich trägt. Ihr Erfolg oder ihr Scheitern wird über das Schicksal aller Passagiere an Bord entscheiden. Der Druck auf Amy und Junior wächst: wer ist Freund, wer Feind? Das Leben auf dem Schiff gerät mehr und mehr aus den Fugen und dann müssen sie auch noch um ihre Liebe kämpfen.

Meine Meinung


Zur Buchgestaltung
Der zweite Band passt optisch und auch haptisch natürlich zum Ersten. Glatte Oberfläche, unten Titel und Autor und natürlich sind wieder ein Junge und ein Mädchen auf dem Cover. Nur diesmal stehen sie sich quasi gegenüber  und schauen sich an. Wahrscheinlich, weil Amy jetzt aufgetaut ist und so weiter und so fort. Das Ganze ist auch nicht mehr grün, sondern blau (grün und blau sind ja beliebte Farben für die Cover von Trilogien). Und - ganz wichtig - unter den beiden Köpfen sieht man eine Halbkugel, die den Planeten darstellen soll, der natürlich wieder ein wichtiges Thema in Godspeed - Die Suche ist. Cover also wieder schön passend :)

Zum Buch
Also erst einmal: Mir gefällt diese Inhaltsangabe nicht! Wieso liegt eine gemeinsame Zukunft mit Junior für Amy in weiter Ferne? Wieso müssen sie um ihre Liebe kämpfen? So ein Schwachsinn. Derjenige, der für diese Inhaltszusammenfassung zuständig war, hat entweder das Buch nicht gelesen oder dachte sich, ach ja, ich schreib das einfach mal hin, hört sich doch ganz gut an...Das gefällt bestimmt den kleinen Mädchen, die wollen so einen Kitsch...Nein! Das braucht man doch echt nicht! Was da steht ist irgendwie aus den Fingern gezogen und mich zum Beispiel würde so ein Klappentext inzwischen eher abschrecken!
Na ja, gut, es soll ja hier nicht darum gehen, wie der Inhalt zusammengefasst wurde, sondern, wie der Inhalt wirklich ist. Und wenn ich mir das mal so ansehe, finde ich das Buch schon ziemlich gut. Zum einen eben deshalb, weil es nicht ganz so kitschig ist wie andere Bücher aus dem Genre. Klar, es gibt da den ein oder anderen Moment, in dem der Kitsch rausschaut aber eben in Maßen. Und niemand sülzt hier den anderen über seine/ihre unendliche Liebe zu.
Auch in Band 2 bleibt der Schreibstil von Beth Revis cool, ähnelt weiter den Gedanken, die ein Mensch so hat. Und sie Autorin findet und beschreibt auch weiterhin Beispiele dafür, wie sich das Leben auf der Erde und das auf der Godspeed unterscheiden. Zwar sind die nicht mehr so groß, aber ihr sind die Ideen noch nicht ausgegangen :)
Wer jetzt denkt: Ach Mann, das ist doch alles Mist! In Band 1 der Godspeed-Reihe war man nur auf der Godspeed und jetzt, in Band 2, schon wieder. Was soll da noch Spannendes passieren? Glaubt mir, es kann trotzdem spannend sein. Denn jetzt ist Junior der Anführer auf dem Raumschiff, muss sich mit allen Problemen dort herumschlagen, vor allem mit den Menschen, die ja ohne Phydus ihren eigenen Willen haben und es zu immer mehr Aufruhren kommt. Amy hadert noch, Junior alles anzuvertrauen (zum Beispiel ihre Fast-Vergewaltigung), sie muss mit den Leuten auf dem Schiff klar kommen, die sie mehr denn je als einen Freak betrachten und dann ist da noch Luthe, der sie noch immer auf dem Sender hat. Und zu allerletzt gibt es da noch Hinweise von Orion. Er hat eine Art Rätsel für Amy geplant und offenbart ihr, dass die Godspeed noch ein riesiges, alles veränderndes Geheimnis umgibt. Nach und nach findet Amy mit Juniors Hilfe die Hinweise, die zu diesem Geheimnis führen sollen, was dementsprechend auch für Spannung sorgt.
Was ich aber ziemlich komisch finde: Amy scheint gar nicht mehr daran zu denken, dass Junior derjenige war, der sie aufgetaut hat. Ich meine klar, es ist jetzt schon ein paar Monate her, dass sie das erfahren hat, am Ende von Band 1 hat sie ihm auch schon ein bisschen vergeben und in Band 2 wird erwähnt, dass sie sich Junior gegenüber ein wenig anders verhält, ihm nicht vollkommen vertraut und weniger lacht. Kommt mir aber nicht wirklich so vor. Meiner Meinung nach verhält Amy sich ihm gegenüber nicht viel anders als vor der Enthüllung, dass Junior sie raus gezogen hat und das finde ich dann schon ein wenig unrealistisch.
Ein großes Plus ist für mich, dass in Godspeed - Die Suche neue Personen hinzukommen. Kit, die von Doc zur Ärztin ausgebildet wird, die Techniker um Marae und Shelby, die voll und ganz hinter Junior stehen. Und auch Personen, die man in Band 1 zwar schon kennengelernt hat, werden hier wichtiger. Victria, die ihre eigenen kleinen Geheimnisse hat und Bartie, der zum Anführer der Aufruhre wird. Allesamt coole Personen, die in Band 2 eine wichtige Rolle spielen :)

Fazit


Godspeed - Die Suche kann meiner Meinung nach auf jeden Fall mit Band 1 der Reihe mithalten. Er ist spannend und in einem unvergleichlichen Stil geschrieben und ist auch, bis auf ein paar kleine Schwächen, total logisch. Am coolsten finde ich, wie neue Leute ins Spiel gebracht werden und die Handlung so trotz des engen Raums, auf dem sich alles abspielt, immer interessant bleibt.
Für alle Fans des Genre Science Fiction eine absolute Empfehlung und bekommt von mir 4 von 5 Sternen :)

Montag, 21. Dezember 2015

In der Weihnachtsbäckerei...

Statt ein Mandala zu malen hab ich letzte Woche mal was Weihnachtliches gebacken. Süße kleine Muffins als Schneemänner <3


Mittwoch, 16. Dezember 2015

Godspeed - Die Reise beginnt

Klappentext


Die 17-jährige Amy ist einer der eingefrorenen Passagiere an Bord der Godspeed. Sie hat alles zurückgelassen - ihren Freund, ihre beste Freundin, ihr komplettes bisheriges Leben -, um mit ihren Eltern am Projekt Arche teilzunehmen. Amy und ihre Eltern sollen am Ende ihrer Reise zu einem neuen Planeten wieder erweckt werden - 300 Jahre in der Zukunft. Aber 50 Jahre vor der geplanten Landung wird Amys Kühlkasten mysteriöserweise abgeschaltet und sie wird gewaltsam zurück ins Leben gerissen. Hat jemand versucht, Amy umzubringen?
Von nun an ist Amy in einer Welt gefangen, die ihr vollkommen fremd ist. Alle Passagiere der Godspeed folgen gehorsam dem tyrannischen und Furcht einflößenden Anführer. Alle - bis auf den jungen rebellischen Junior, der vom ersten Moment an von Amy fasziniert ist. Irgendwie fühlt sich Amy zu Junior hingezogen. Aber kann sie einem Jungen vertrauen, dem sein Leben lang der Blick hinter die kalten Metallwände der Godspeed verborgen blieb? Amy weiß nur, dass ihr und Junior nicht mehr viel Zeit bleibt, den schrecklichen Geheimnissen der Godspeed auf die Spur zu kommen.

Meine Meinung


Zur Buchgestaltung
Der erste Band der Godspeed- Reihe ist ziemlich grün gehalten. Im Hintergrund die Sterne und vorne das Gesicht eines Mädchens und das eines Jungen, sie liegt unten, er schaut von oben auf sie herab. Ist ganz passend gemacht, weil die Hauptpersonen des Buches ja Amy und Junior sind und mit der Godspeed durch dass All kurven. Die Oberfläche ist ganz glatt und glänzend, was auch ganz gut zum Genre passt. Mir persönlich gefällt das jetzt nicht so, ich mag es, wenn die Cover weicher sind und die Schrift ein bisschen erhaben ist, aber na ja, es passt, deswegen ist das okay. 

Zum Buch
Ja, wie finde ich "Godspeed - Die Reise beginnt"? Ich hab das Buch ja auch schonmal gelesen, heißt, ich wusste noch die meisten Geheimnisse und Wendungen, die im Buch vorkommen. Trotzdem hat es mir Spaß gemacht, das Buch mal wieder zu lesen. Schon allein der Schreibstil der Autorin Beth Revis ist einfach phänomenal. Das ganze Buch ist in der Ich-Perspektive geschrieben, immer abwechselnd Amy und Junior, und sie hat es irgendwie hinbekommen, dass die Personen das Geschehen nicht einfach nur erzählen, nein, man fühlt sich so, als würde man in deren Gedanken sein. Richtig richtig gut, weil das ganze so einfach viel cooler wird. Und die Autorin wird dabei ja richtig kreativ. Wie sie den Text gestaltet...Nein, sie schreibt nicht einfach jedes Wort brav an seinen Platz auf der Seite, sie experimentiert damit ein bisschen und das macht die ganze Sache noch interessanter.
Was ich auch richtig gut finde ist, dass man die Unterschiede in den Sichtweisen merkt. Ich meine, Amy ist von der Erde und Junior hat sein Leben lang auf einem Raumschiff verbracht, ist ja klar, dass die beiden völlig unterschiedlich denken und verschiedene Einstellungen haben. Obwohl die Unterscheide meiner Meinung nach noch ein wenig krasser sein könnten.
Die Handlung ist auch ziemlich spannend. Und gar nicht unbedingt so, wie man es sich vielleicht vorstellen könnte, wenn man den Klappentext liest, da wird der Lovestory-Seite des Buches schon wieder viel zu viel Platz gegeben. Es geht nämlich gar nicht so sehr darum, dass Amy sich unsterblich in diesen jungen rebellischen Junior verliebt, sondern vielmehr darum, welche Geheimnisse es rund um das Raumschiff gibt. Und davon gibt es ja einige! Andauernd findet man Neues über die Godspeed heraus, was so ganz anders ist als das, was wir so von unserem Leben gewohnt sind. Dadurch bleibt es auch immer spannend. Es gibt zwar nicht wirklich Action, aber das Buch hat was von einem Thriller, weil ja unter anderem auch noch ein Mörder auf der Godspeed ist, den man auch noch finden muss.
Am krassesten finde ich aber eigentlich, was die Autorin sich alles ausgedacht hat über das Leben auf der Godspeed. Ich hab ja keine Ahnung, wie viel Zeit sie gebraucht hat, um sich das alles auszudenken und wie viel Zeit in Recherchen geflossen ist, aber es muss viel, sehr viel Zeit gewesen sein, weil sie da ein vollständig ausgeklügeltes und echt wirkendes System erschaffen hat. Da geht es von sowas wie das monoethnische Aussehen der Raumschiffbewohner hin zu deren Akzent, wie die Godspeed denn aussieht, wie sie funktioniert und so weiter und so fort. Das alles beschreibt Beth Revis so, dass man es sich als Leser wirklich vorstellen kann und die ganzen Beschreibungen auch nicht langwierig oder langweilig werden und das ist ja auch nicht so selbstverständlich :)

Fazit


Alles in allem ist Godspeed - Die Reise beginnt meiner Meinung nach ein richtig guter Science-Fiction-Jugend-Roman mit kreativem Schreibstil und originellen Einfällen zum Leben auf einem Raumschiff 250 Jahre in der Zukunft. Teilweise ist es vielleicht nicht ganz so das spannendste Buch, aber es lässt sich trotzdem gut lesen, dafür bekommt es von mir 4,5 von 5 Sternen

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Im freien Fall oder wie ich mich in eine Pappfigur verliebte

Klappentext


"Oh, Julie, ich habe dich ja noch gar nicht richtig vorgestellt. Papp-Finn, das ist Julie. Julie, das ist Papp-Finn."

Julie kann es nicht fassen: Statt die ersten Tage am College zu genießen, beaufsichtigt sie plötzlich eine 13-Jährige, die keinen Schritt ohne die lebensgroße Pappfigur ihres Bruders Finn unternimmt. Zugegeben, ihres sehr gut aussehenden Bruders Finn. Der befindet sich zwar gerade auf Weltreise, schreibt aber E-Mails, die Julies Knie butterweich werden lassen. Doch wieso zögert er seine Rückkehr immer weiter hinaus? Weshalb stört sich niemand an seinem plattgedrückten Doppelgänger? Und verliebt Julie sich tatsächlich gerade in eine Pappfigur?

Meine Meinung


Zur Buchgestaltung
Ich mag das Cover.  Vor allem die Schrift, die erstens ziemlich cool an sich ist und die man zweitens auch noch spürt. Ich liebe diese Cover, über die man mit den Fingern fahren kann und genau spürt, wo die Buchstaben sind und so etwas :)
Der Hintergrund ist auch schön, zwar sehr schlicht, aber schön und vor allem passend. Wenn der Hintergrund mega aufwendig gewesen wäre, sähe das Cover sowieso nur halb so schön aus, weil ja die Schrift im Vordergrund ist, deswegen finde ich das Cover richtig schön gemacht.

Zum Buch
Ich bin ein bisschen gespalten, was das Buch angeht und ich glaube, das liegt daran, dass ich echt hohe Erwartungen an es hatte. Es ist jetzt nämlich bestimmt schon über ein Jahr her, dass ich es im Internet gesehen habe und irgendwie interessant fand und dann lag es auch die letzten paar Wochen ungelesen in meinem Zimmer... Na ja, jedenfalls waren meine Erwartungen wirklich hoch und ich hab das Buch auch innerhalb weniger Tage durchgelesen, was während des Semesters vielleicht nicht ganz so klug ist, und trotzdem...Finde ich es gut? Ja! Finde ich es richtig, wirklich gut? Da bin ich mir noch nicht so ganz sicher.
Schon allein der Klappentext verspricht ja schon Interessantes. Eine lebensgroße Pappfigur? Und sich dann auch noch in sie verlieben??
Erst einmal: Die Hauptfigur, Julie, ist mir sympathisch (Was bei mir ja echt nicht immer der Fall ist). Klar, sie ist nett und so, aber auf so eine normale Art. Überhaupt wirkt sie wie ein Mädchen, das dir auch so mal auf der Straße begegnen kann. Sie ist wie schon gesagt nett, ist sarkastisch und hat auch noch ein paar Macken an sich. Auch die anderen Personen sind ganz und gar keine klischeehaften Charaktere. Vor allem die Familie, bei der Julie dann wohnt, kommt manchmal echt seltsam rüber, aber auf eine positive Art seltsam. Zwar scheint jeder ganz okay auszusehen - ich kann mich zumindest an keine "hässlichen" Personen erinnern -, dafür haben sie aber ganz eindeutig Macken im Charakter und komische Angewohnheiten, vor allem wenn's um den Kleidungsstil geht. Celeste und ihr Schürzenkleid und dann natürlich noch Matt mit seinen Sprüche-T-Shirts. Und dass macht das Ganze eben auch noch ein Stück realer, weil echte Menschen auch Macken haben und etwas seltsam sein können. Andererseits ist diese Familie auch nicht nur ein bisschen seltsam, sie ist definitiv seltsam, aber da das einen bestimmten Grund hat (ähem, Pappfigur) finde ich das auch nicht weiter schlimm :)
Was mich allerdings ein wenig stört ist die Tatsache, dass Beschreibungen von Orten und Klamotten teilweise echt lang sind. Manchmal ergibt es noch Sinn, da ist es auch irgendwie wichtig, um die Personen zu verstehen, aber dann wieder...Es interessiert doch wirklich keinen, dass Julies Kleid Träger hatte, die sich am Rücken überkreuzten und man sie dort zu einer Schleife binden konnte. Dass es rot war und Julie darin süß aussah, reicht doch eigentlich völlig! Aber guuut, wenn die Autorin meint, das einem mitteilen zu müssen...So ab der Hälfte sind mir die Beschreibungen dann zum Glück nicht mehr so aufgefallen.
Was ich wiederum richtig richtig gut finde, ist der Schreibstil von Jessica Park. Sie hat es irgendwie geschafft, das Buch aus einer Mischung aus hochgestochenen Wörtern und Jugendslang zu schreiben und die Dialoge triefen teilweise nur so vor Sarkasmus. Das hat einen echt hohen Unterhaltungswert und wahrscheinlich konnte ich das Buch deswegen so verschlingen, es lässt sich einfach so gut und einfach lesen.
So und jetzt mein großes Minus: Das Ende war mir zu kitschig. Das ganze Buch über hat die Autorin es geschafft, ohne viel Herzschmerz und Co. auszukommen und das ist bei einem Liebesroman wirklich eine Leistung. Dass es zum Ende hin ein bisschen kitschiger wird, war wahrscheinlich zu erwarten. Aber irgendwie hat Jessica Park dann auf den letzten paar Seiten alle Klischees und allen Kitsch ausgepackt, die sie bis dahin zurückgehalten hat und das fand ich dann einfach nicht wirklich toll. Weil es nicht zum Rest des Buchs passt.
Und noch eine Kritik: Das Buch war meiner Meinung nach vorhersehbar. Die Vermutung, wie es ausgehen könnte und was der Grund für das ganze Drama im Buch war, kam bei mir einfach viel zu früh auf. ich hab mich zwar manchmal schon noch gefragt, ob es nicht doch anders wäre, aber dann war es am Ende eben doch so, wie ich es erwartet hatte und das hat mich schon ein wenig enttäuscht, weil ich es liebe, wenn ein Buch mich überrascht und die Hinweise so klein waren, dass man sie erst beim zweiten Mal lesen entdeckt. Schade, dass es hier nicht so war...

Fazit


Ich würde sagen, das Buch ist ganz solide, ich werd es nicht hinter "besseren" verstecken müssen, weil ich den Kauf bereut hab. Der Schreibstil ist wirklich cool und ich musste schon ein paar Mal lachen, weil die Dialoge auch sehr cool sind. Es ist zwar ein wenig vorhersehbar, aber ist an sich ein Buch, das man mal lesen kann :) Von mir bekommt der Roman 3,5 von 5 Sternen.

Mittwoch, 2. Dezember 2015

Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens

Klappentext


Freunde sind etwas Wunderbares. Und manchmal findet man sie an den ungewöhnlichsten Orten. Martin hätte allerdings darauf verzichten können, am Sterbebett seiner Großmutter die Bekanntschaft des leibhaftigen Todes zu machen. Dieser hat sich eingefunden, um die Seele der alten Dame sicher ins jenseits zu befördern - und ist begeistert, dass ihn endlich jemand sehen und hören kann. Für ihn steht fest: Martin und er sind dazu bestimmt, beste Freunde zu werden. Schließlich ist er ein echt netter Typ! Und hey: Niemand kann so glaubhaft versichern, dass man weder an Langeweile, noch an einem gebrochenen Herzen sterben kann... Im Laufe der Zeit gewöhnt sich Martin daran, dass der Leibhaftige stets bei ihm auftaucht, wenn er es am wenigsten gebrauchen kann. Doch als er eine ganz besondere Frau kennenlernt, muss er sich eine entscheidende Frage stellen: macht es überhaupt Sinn zu leben, zu lieben und nach dem Glück zu suchen, wenn am Ende doch immer der Tod wartet?

Meine Meinung


Zur Buchgestaltung
Da kann man wirklich nichts sagen, das Cover passt zum Inhalt. Wenn man den kleinen Comic-Tod mit seinem Kescher und dem Schmetterling auf der Hand sieht, muss man einfach lächeln. Und überall sind Anspielungen auf Inhalte des Buches. Der eben erwähnte Kescher und der Schmetterling, die Bowlingkugel und der Kegel und dann natürlich noch der Tod. Insgesamt ein gutes Beispiel, dass ein gutes Buchcover gar nicht immer allzu aufwendig sein muss :)

Zum Buch
Schon die Inhaltsangabe bringt einen ja zum Schmunzeln und so war das dann zum Glück auch beim Buch selbst. Die Schreibweise von Sebastian Niedlich ist nämlich echt cool, sie beschreibt perfekt den Charakter der Hauptperson, Martin, der am Anfang des Buches noch ein kleines Kind ist und langsam erwachsen wird. Ich hab es ihm immer abgekauft, dass gerade ein Zehnjähriger, ein 15-jähriger oder ein 25-jähriger redet, denkt und eben auch die Geschichte erzählt. Martin als Hauptperson ist sowieso ziemlich cool. Ich würde ihn nicht unbedingt sympathisch nennen, er scheint schon einige Macken zu haben und Freunde hat er sowieso nicht viele, weil er sich manchmal komisch verhält, aber er wirkt einfach authentisch. Seinen Charakter muss der Leser sich selbst erschließen, ich kann mich jetzt an keine Szene erinnern, in der jemand sowas sagt wie: "Ach, der Martin der ist nett, kann aber auch manchmal dickköpfig sein." Nein, dadurch, dass das Buch aus Martins Sicht geschrieben ist und der Autor eben das vermeidet, muss man aus seinen Handlungen und Gedanken schließen, wie er denn so drauf ist. Und das macht es meiner Meinung nach eben so gut. Ich meine, im echten Leben ist das doch genauso, da bekommen wir auch keine Beschreibungen von Personen geliefert.
Die zweitwichtigste Person im Buch fand ich fast noch besser. Tod. Tod ist klasse! Schon allein die Idee des Autors, ihn nicht so klischeehaft darzustellen wie sonst immer, macht ihn irgendwie einzigartig. Denn nein, der Tod ist kein Skelett mit langem schwarzem Umhang und Sense oder ein alter Kerl im schwarzen Anzug. Tod hat zwar eine schwarze Kutte an, aber er ist ein Mann Mitte 30 und hat immer einen Kescher dabei. Die Idee, die dahintersteckt, find ich echt gut! Und dann wie Tod redet. Er ist ja schon ein paar Jährchen bzw. Jahrhunderte alt und redet auch dementsprechend, also so richtig altmodisch, sagt Sachen, auf die heute kein mensch mehr kommen würde und in einer Grammatik, die man heutzutage als geschwollen ansieht. Was dann dementsprechend witzig ist, sind die Dialoge zwischen Martin und Tod. Martin, der anfangs noch ein Kind ist und Tod, definitiv kein Kind. Dann kommen von Tod schon mal so Sätze wie "Chips oder wie sich diese neumodische Kost nennt." Total interessant ist es dabei zu sehen, wie sich Tods Sprechweise wegen Martin verändert. Als Martin zum Beispiel zum ersten Mal das Wort "cool" in Tods Gegenwart verwendet, weiß dieser noch nicht, was es bedeutet, doch Martin erklärt es ihm und daraufhin ist "cool" ein fester Bestandteil in Tods Repertoire an Wörtern^^
Überhaupt verändern sich diese beiden Hauptpersonen im Laufe des Buches, was ihre Sichtweisen betrifft. Bei Martin ist das irgendwie klar, denn er wird wohl kaum als Kind derselben Ansichten sein wie wenn er erwachsen ist. Bei Tod ist das dann schon was anderes, denn er ist ja schon lange auf dieser Erde und hat auch feste Ansichten. Deswegen ist es umso interessanter zu sehen, wie diese sich durch seien Freundschaft mit Martin verändern.
Das einzige Kriterium, das ich am Buch habe, ist die Tatsache, dass Tod Deutsch spricht. Denn egal, wie ich es mir zu erklären versuche, ich seh das irgendwie nicht ein. Gut, ein Deutscher hat das Buch geschrieben, es spielt in Deutschland, dementsprechend ist die Hauptperson auch Deutscher. Aber Tod? War der etwa ebenfalls aus Deutschland oder wie oder was? Die Wahrscheinlichkeit, dass der Tod und derjenige, der den Tod sehen kann, aus ein und demselben Land sind, ist doch verdammt gering! Oder gibt es eine andere Erklärung? Hat Tod im Laufe der Zeit alle möglichen Sprachen erlernt und Deutsch ist eine davon? Oder ist es eine der gaben des Todes, alle möglichen Sprachen auf der Welt sprechen zu können? Keine Ahnung, es wird nicht erklärt. Ich meine, es ist jetzt nichts Megawichtiges, was mich total beim Lesen gestört hätte, ich hab mich das einfach gefragt...

Fazit


Insgesamt ist "Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens" ein richtig gutes Buch. Es besitzt vielleicht kein Übermaß an Spannung und noch weniger an Action, dafür hat es reichlich Witz und dabei auch noch ein paar ernste Angelegenheiten zum Thema. Zum Beispiel, wie das denn ist mit dem Tod und warum wir leben... Es ist ein Buch, das man schön einfach so lesen kann, zur Unterhaltung, zum Ein-bisschen-Nachgrübeln und zum Lachen, deswegen bekommt es von mir auch 4 von 5 Sternen :)