Donnerstag, 30. Juni 2016

Das höre ich im...Juni

"Well it's too long living in the same old lifes
I feel too cold to live, too young to die"

"Jungle" - Jamie N Commons & X Ambassadors
Ich muss zugeben, dass ich Jamie N Commons nicht kenne, ich bin nur auf das Lied gekommen, weil ich mir ein paar von den X Ambassadors angehört habe. Doch es war das, das mich so richtig gepackt hat. Commons hat eine unglaubliche Stimme, so schön rauchig, und der Beat ist einfach genial! Außerdem ist der Song im Trailer von 'Bastille Day' mit Idris Elba und Richard Madden zu hören, was mir aber erst aufgefallen ist, nachdem ich die Playlist der X Ambassadors durchgeschaut hatte. Selbst wenn der Song einen Refrain hat, der sich ein paar Mal wiederholt und somit den Großteil des Liedes ausmacht, ist mir das völlig egal, denn der Refrain hat es dafür in sich. Ich hab jedes Mal, wenn ich es mir anhöre, das Gefühl, einen Extraschub Energie direkt von meinen Ohren in den Körper zu bekommen :D

Jungle

"The other Side" - Woodkid
Der Juni steht eindeutig im Zeichen energiegeladener Lieder, denn auch The other Side von Woodkid steht Jungle in nichts nach! Der Song ist melancholisch und schön düster. Ich liebe ja auch die Instrumente, die das Lied begleiten: Das Glockenspiel, das im Intro spielt und auch sonst immer wieder vorkommt, und die Trommeln, die an Soldatenmärsche erinnern, dazu noch Woodkids Stimme geben dem Ganzen ein ganz einzigartiges Feeling. Der Text ist fast schon ein bisschen unheimlich, mit den 'cold hands on my shoulder', da bekommt man schonmal eine Gänsehaut...

The other Side

"Can't pretend" - Tom Odell
Can't pretend - das ist ein Song, der zufällig in meiner Wiedergabeliste erscheint und den ich dann rauf und runter hören kann. Ich würde den ganzen Tag damit verbringen, den Song zu hören, wenn ich nicht Angst hätte, dass ich ihn irgendwann tot höre (was ich aber ein bisschen bezweifle). Tom Odell ist ja auf keinen Fall ein Unbekannter, mit 'Another Love' hat er ja schon einen Hit gelandet und dann gibt es noch 'I know', nicht ganz so bekannt, aber lief auch ein, zwei Mal im Radio. Beides unglaublich schöne Lieder, jedes auf seine Weise, aber mir ist Can't pretend ganz eindeutig bis jetzt das Liebste von den Dreien, selbst wenn es anscheinend nicht ganz so bekannt ist...Ich frage mich echt, warum der Song es noch nicht ins Radio geschafft hat! Will wirklich jeder nur noch diesen Pop-Dance-Techno-Einheitsbrei hören, in dem die Stimme zur Nebensache und auch die Melodie immer unwichtiger wird? Es muss doch noch Platz geben für einen Musiker mit einer tollen Stimme, der ein tolles Lied singt, das vielseitig ist, bei dem einfach alles stimmt, von der ersten stillen Sekunde an bis zu dem Moment, in dem dramatisch das Klavier spielt und Tom Odell seine Seele ausleert, oder etwa doch nicht?

Can't pretend

Sonntag, 26. Juni 2016

Mein erstes Buch: "Wenn deine Welt zerbricht" :D


Endlich ist es so weit: Ich hab mein erstes Buch veröffentlicht, zwar "nur" auf Amazon über einen Self Publisher, aber es ist öffentlich, es ist zu kaufen :D
Hier jetzt einfach mal eine kurze Beschreibung:

"Wenn deine Welt zerbricht" - das ist kein netter Jugendroman, in dem sich ein Junge und ein Mädchen treffen und unsterblich ineinander verlieben. Das ist keine süße Fantasy-Geschichte, in der die Hauptperson in eine Welt voller Magie stolpert und dann noch herausfindet, dass sie mit ihrer unglaublichen magischen Begabung die Welt retten kann. Oh nein, so perfekt läuft es hier nicht ab...
Da ist Emma. Sie ist nicht perfekt, aber welche 17-Jährige ist das schon? Sie ist wie alle ihre Mitschüler ziemlich genervt von der Schule, würde gerne ein paar Kilos verlieren und ihr größtes Problem besteht darin, dass ihr Schwarm sie wegen ihrer Mittelmäßigkeit kaum beachtet.
Das war zumindest ihr größtes Problem. Bis sie mit ihrer Familie einen Ski-Ausflug macht, ein Unfall passiert und sie in einem Krankenhaus wieder aufwacht. Allein unter Fremden, weit weg von zuhause. Und es ist kein gewöhnliches Krankenhaus, nein, so einfach ist auch das wieder nicht. Es ist eins von der Sorte, in der die Ärzte ihre Patienten foltern, und zwar so lange, bis sie herausfinden, was in den Patienten steckt. Doch steckt wirklich etwas in Emma, von dem sie nichts ahnt?
Emma hat jetzt nur noch ein Ziel: irgendwie von dort wegzukommen und nach Hause zurückkehren!

"Wenn deine Welt zerbricht" ist ein Jugendroman über Freundschaft und Vertrauen. Darüber, was Magie anrichten könnte, dass sie nicht immer so glitzernd und funkelnd ist, wie in anderen Büchern beschrieben. Es geht um Hoffnungslosigkeit und das Gefühl, nicht mehr wirklich dazu zu passen.
Das hört sich nicht so schön an? Gut so. Es soll auch kein Friede-Freude-Eierkuchen-Buch sein ;)
Also schaut es euch an, lest rein, vielleicht gefällt es euch ja :)

Samstag, 25. Juni 2016

Chroniken der Unterwelt - City of Bones

Klappentext


Es soll ein ganz normaler Abend in New York City werden. Doch dann wird die fünfzehnjährige Clary im Pandemonium-Club Zeugin eines Mordes. Drei Teenager, über und über mir Tattoos bedeckt, verschwinden durch den Hinterausgang. Und zurück bleibt - nichts. Die Leiche hat sich einfach in Luft aufgelöst. Clary ahnt noch nicht, dass sie das erste Mal auf Schattenjäger getroffen ist, die sich dem Kampf gegen die Dämonen der Stadt verschrieben haben. Aber nicht einmal einen Tag später sieht es so aus, als ob ausgerechnet Clary eine ganz besondere Rolle in diesem gefährlichen Spiel einnimmt. Kann Clary den Schattenjägern - und allen voran dem gutaussehenden Jace - wirklich trauen?

Meine Meinung


Zur Buchgestaltung
Na ja, also umhauen kann mich das Cover jetzt nicht...die Wand mit dem Spiegel, in dem Manhattans Skyline zu sehen ist und in den die Raben fliegen, die Säulen, an deren Fuß jeweils eine Greifstatue liegt, alles in grün gehalten. Ja, gut, es sieht irgendwie eindrucksvoll aus und altehrwürdig und passt damit gut zum Buch und zum Schreibstil der Autorin, aber mir ist das ein bisschen zu wenig.
Auf der letzten Seite des Buches findet man außerdem eine Karte von Manhattan, auf der ein paar Straßennamen eingetragen sind und, das Beste daran, die wichtigsten Orte der Geschichte, wie zum Beispiel das Institut oder das Pandemonium. Finde ich echt cool, ich bin ja sowieso ein Fan von karten in Büchern, aber mir fehlen hier trotzdem noch ein paar Analtspunkte, die eingezeichnet sein könnten. Wo ist denn bitte Clarys Zuhause? Genau, nicht eingezeichnet. Aber so etwas "Unwichtiges" wie das Taki's ist dann wieder mit drauf. 

Zum Buch
So und jetzt mal zum Buch an sich, zum Inhalt, zum Schreibstil, den Charakteren, einfach allem. Und ich fange auch gleich mal wieder an zu meckern. Mir sind die Kapitel nämlich zu lang. Ich meine, das kann doch nicht sein, dass man sich hinsetzt, eigentlich locker ein bisschen lesen möchte, mal sehen, wie lang man Lust hat, und dann schaut man vorher nochmal kurz, wie lang das nächste Kapitel eigentlich ist. Bämm! 40 Seiten! Da hat man doch dann keine Lust mehr, damit anzufangen! Also ich zumindest nicht. Es geht mir da nicht unbedingt darum, dass ich nicht so viel am Stück lesen könnte, aber so ein Kapitel von 40 Seiten, das zwingt dich ja quasi dazu, diese 40 Seiten auch zu lesen, wenn man nicht mittendrin aufhören möchte.
Das nächste, was mir negativ auffällt, ist die Schreibweise. Wir haben es hier mit einer Kombi aus dritter Perspektive und Vergangenheit zu tun, etwas, das ich sowieso nicht gerade gerne mag, weil es irgendwie schnell so distanziert wirkt, man nicht ganz so schnell in die Geschichte rein findet. Manchmal ist dieser Stil auch okay, es kommt eben immer auch auf den Rest an, aber hier flasht mich der Rest eben auch nicht, deswegen ist die Kombi meiner Meinung nach ziemlich ungünstig. Ja, und was nervt mich jetzt genau am Schreibstil der lieben Autorin Cassandra Clare? Irgendwie ist es das Gesamtpaket. Ich meine, hallo? Was soll das mit diesen ellenlangen Beschreibungen? Ist mir klar, dass neue Orte mal beschrieben werden müssen, aber doch bitte nicht so lang und ausführlich in metaphorischer und gehobener Sprache! Verdammt, die Zielgruppe des Buches sind Teenager, was sollen die mit irisierenden Lichtern anfangen oder psalmodierenden Leuten? Das passt einfach nicht. Ja, okay, es gibt definitiv schlimmere Stile, aber der von Clare ist auch nicht unbedingt mein liebster. Was mich am meisten jedoch an ihrem Stil angekotzt hat, war, dass sie ihn stramm durchzieht, egal, ob mal was aus einer anderen Sicht erzählt wird. Zum Beispiel wird ein ganzes Kapitel lang mal der Hauptperson etwas aus der Vergangenheit erzählt. Könnte also vergleichbar sein mit wörtlicher Rede, oder? Oder?! Oh nein, leider ganz und gar nicht...Es wird weiterhin ellenlang die Umgebung beschrieben und es werden so viele hochgestochene Wörter in die Sätze gepfropft, wie nur möglich, ich meine, es könnte sonst ja noch schön zu lesen sein oder so. Es ist einfach die Art, wie die Autorin einem vermitteln will, dass hier gerade jemand etwas in einem ganz normalen (na gut, mehr oder weniger normalem) Kontext erzählt, sie aber stur an ihrem Stil festhält, der so gar nicht dazu passt. Und da werden dann eben so Sachen gesagt wie: "Mit einem verächtlichen Schnauben packte Valentin sie, zog sie an sich und presste ihr den Dolch an die Kehle." Echt jetzt? Muss das denn sein? Ich meine, wer erzählt denn so?! Das hört sich für mich einfach viiieeel zu unecht an, da hätte Clare wenigstens ein bisschen anders schreiben können, damit es sich nicht so gestelzt anhört.
Die Dialoge dagegen sind einigermaßen gut, da kommt es dann auch rüber, wenn sich zwei Jugendliche unterhalten, weil sie Abkürzungen benutzen und Umgangssprache und das finde ich dann wieder ziemlich gut, denn manchmal unterhalten sich die Teenager, als wären sie schon mindestens hundert Jahre alt und hätten die verschiedensten Epochen miterlebt^^
Auch die Charaktere im Buch finde ich ziemlich gelungen. Also, bis auf, dass sie alle rumhüpfen und mal so nebenbei Dämonen und sowas töten, als wäre es nichts, obwohl sie noch nicht mal 18 sind. Die haben auch ihre Ecken und Kanten, machen Fehler und rasten ein bisschen aus, sind dann aber wieder total sympathisch. Also die meisten. Denn idealerweise mag ich genau die beiden Hauptpersonen am wenigsten, Clary und Jace. Jace ist so unglaublich eingebildet, aber auf eine für mich absolut schlechte Art und Weise, ich muss andauernd die Augen verdrehen, wenn er wieder mal einer seiner ach so tollen Sprüche ablässt. Wie er dann auch noch beschrieben wird. Dauernd bekommt man als Leser vorgehalten, wie toll er aussieht. Seine Haare sind golden, seine Augen sind golden, dann sind seine Haare mal silbern oder kupferfarben und seine Augen sehen ganz schwarz aus. Ich meine ach du scheeeiiiße! Man kann es auch wirklich übertreiben! Und Clary, die scheint sein unerträglich netter, perfekter Gegenpart zu sein, der immer die richtigen Entscheidungen trifft, höflich zu allen ist, aber im richtigen Moment gegen die Bösen auch mal kontern kann. Und dann ist sie auch noch ach so hübsch, sich dessen aber natürlich nicht bewusst. Würg! Dabei gibt es so viele coole Charaktere in der Geschichte - Simon, Isabelle, Alec, Magnus,... - und genau die Hauptperson muss wieder so eine perfekte kleine Bitch sein! Gibt es etwa eine Verschwörung der Autoren für Jugend-Fantasy, die besagt, dass alle Protagonistinnen unglaublich perfekt sein müssen?
Na gut, ansonsten, von der Geschichte her, ist "City of Bones" ziemlich interessant. Zwar ist die Lovestory doch ziemlich vorhersehbar und auch ein bisschen was von der sonstigen Handlung, doch es gibt auch Wendungen, mit denen man nicht unbedingt rechnet und wenn man dann mal vom Schreibstil absieht, lässt sich das Buch recht schön lesen Außerdem ist es auch interessant zu sehen, wie die Autorin verschiedene Mythen in der jetzigen Zeit miteinander verbindet, was sie wahr werden lässt und was einfach weiter Mythos bleibt. Ich meine, wir haben hier Vampire, Werwölfe, Feen und Hexen plus noch Dämonen in einem Buch und zwar nicht in einem mittelalterlichen Kontext, sondern in New York City!

Mein Fazit


Alles in allem ist "Chroniken der Unterwelt - City of Bones" ein recht solides Buch. Die Geschichte mit ihren etlichen Wendungen und Drehungen lässt sich doch einigermaßen gut lesen, da sieht man dann doch mal über den eher langatmigen und ein bisschen gestelzt wirkenden Schreibstil hinweg. Oder über die langen Kapitel. Oder die beiden Hauptcharaktere, die nicht unbedingt Sympathiepunkte bei mir gesammelt haben. Nein, nein, es ist schon in Ordnung, dafür sind ja die Dialoge recht okay und andere Personen sind um einiges interessanter und umso sympathischer! Trotzdem würde ich sagen, dass das Buch und auch die ganze Reihe vor allem für Teenager um die 14 Jahre sind. Ich meine, Clary ist als Hauptperson gerade mal 15, da ist es nicht unbedingt so cool, wenn man das Buch mit Mitte 20 liest, da nervt sie dann noch um einiges mehr. Also: lieber als Jugendlicher lesen oder eben, wenn man totaler Fantasy-Fan ist und auch mal sehen will, wie sich Übernatürliches in der Großstadt macht ;) Von mir gibt es da nur 2,5 von 5 Sternen.

Sonntag, 19. Juni 2016

Woodkid - The Golden Age


Ich denke mal, der Name Woodkid sollte so ziemlich jedem bekannt sein, er hatte mit "Run Boy Run" vor ein paar Jahren ja auch eine tolle Single am Start. Aber so ansonsten ist er mir gar nicht aufgefallen. Na gut, irgendwann kam dann noch "I love you" von ihm raus und das Lied hat ja auch was, doch mehr auch nicht. Dachte ich zumindest. Denn vor Kurzem hab ich durch meinen Bruder einen Song von Woodkid gehört, "The other Side", und war sooo mega begeistert, dass ich es mir dauernd auf Youtube reingezogen hab, dort dann noch das restliche Album angehört habe und erst dann herausgefunden hab, wie toll eigentlich alle Lieder dieser CD "The Golden Age" sind! Also gleich mal den Preis gecheckt, für okay befunden und gekauft ;)
Im Moment gehe ich also dazu über, statt zuhause Radio zu hören, die CD reinzuschmeißen und x-mal durchzuhören :D Wie schon gesagt kennt man ja "Run Boy Run" und "I love you" aus dem Radio (aus wenn die Lieder nicht wirklich oft gespielt wurden), doch die sind für mich nicht die Highlights der CD. Richtig umgehauen haben mich eben "The other Side", aber auch "Iron" und vor allem "Where I live", einfach schöne, coole Lieder. Insgesamt ist das Album aber wie schon gesagt richtig super. Der Sänger hat eine unglaublich schöne Stimme, wirkt selbst bei etwas schnelleren Stücken total gelassen, und die Songs reichen von ruhig bis hin zu episch, wie die Instrumente so ihre Einsätze haben, lauter werden, dann wieder leiser. Alles hat einen irgendwie melancholischen Unterton, den ich total mag. Ich glaube wirklich, dass ich die Lieder noch oft rauf und runter hören werde :)

Donnerstag, 16. Juni 2016

Herz über Kopf

Klappentext


Mit Rückschlägen kennt Rosalind sich aus. Achtzehn Monate ist es her, dass ihr Verlobter - aus gutem Grund nur "die Ratte" genannt - aus der Kirche floh. Am Tag ihrer Hochzeit, durch das Fenster der Sakristei. Seitdem ist nichts mehr wie zuvor.
Im malerischen St. Albans hofft Ros, endlich mit der Vergangenheit abschließen zu können: Sie liebt das beschauliche Leben dort, den neuen Job in der Buchhandlung und vor allem ihre Kollegen: den schweigsamen Andrew, Georgina, die alles zu haben scheint, was sich Ros wünscht, und die liebenswert-schrullige Joan.
Doch dann klingelt es eines Freitagabends an der Tür: Der Mann mit dem Blumenstrauß entpuppt sich als ihr Nachbar Daniel, und er bringt schlechte Nachrichten: Er hat Mr. Edward getötet. Noch ahnt Ros nicht, dass das vorzeitige Ableben ihres geliebten Meerschweinchens einen noch größeren Effekt auf ihr Leben haben wird als die Flucht der Ratte...

Meine Meinung


Zur Buchgestaltung
Das Cover ist ziemlich schlicht, es ist eigentlich zum größten Teil weiß, also der Hintergrund. Darauf ist der Titel erhaben in einer schönen Schrift gedruckt und dazu noch ein paar kleine Bildchen, die zur Geschichte passen, unter anderem ein Meerschweinchen. Die Gestaltung ist wirklich ziemlich süß, jetzt nicht herausragend, aber doch so, dass man es sich mal ansieht, wenn man es ausliegen sieht - so wie es bei mir ja auch der Fall war :)

Zum Buch
Ich wollte das Buch ja schon seit einer Ewigkeit kaufen und lesen, mindestens seit einem Jahr steht es schon auf meiner "Will ich haben"-Liste, doch irgendwie hab ich es nie gemacht. Zum ersten Mal ist es mir am Bahnhof ins Auge gefallen, wie es so zwischen den anderen Büchern herumlag. Da ich, wie so oft, noch Zeit hatte, hab ich mir doch glatt die Beschreibung durchgelesen und dachte mir "Oh Mann, das hört sich echt gut an!", nur hatte ich zu dem Zeitpunkt noch haufenweise anderer Bücher bei mir zuhause rumliegen, die ich geplant hatte, zu lesen und das wollte ich auch vorher machen. Also schob ich es auf, wollte es irgendwann zwischen den anderen Büchern, die auf meiner Liste standen, hineinquetschen, hab es immer noch nicht gelesen, weiter aufgeschoben und immer so weiter. Bis ich jetzt auf die wundervolle Idee kam, mir reduzierte Bücher zu kaufen, und mich fragte, was ich denn so kaufen könnte, was ich gerne hätte. Was fiel mir natürlich sofort aus meiner Liste ein? Genau, "Herz über Kopf"! Und nachdem es jetzt nochmal eine Weile gedauert hat, bis ich zum Lesen gekommen, bin, hat es letztendlich dann doch geklappt :D
Und wie ist das Buch jetzt eigentlich? Es verspricht ja, ziemlich amüsant zu werden. Ich meine, es soll ein Meerschweinchen getötet werden? Klar, sooo lustig ist das vielleicht nicht, aber für einen Liebesroman hört sich das so eigenartig an, dass ich schon beim Lesen des Klappentextes eben schmunzeln musste. Die Geschichte ist auch tatsächlich unterhaltsam, zumindest teilweise, und echt schön geschrieben. Das ist genau die Art von Buch, mit der man sich mal für eine Weile hinlegen oder -setzen und abschalten kann, keine großen Gedanken dabei, keine Sorgen. Einfach nur lesen. Der Schreibstil ist leicht und fluffig, nicht aufgesetzt oder so. In anderen Romanen kommt eigentlich immer der Punkt, an dem die Leute anfangen, sich total anzusülzen, da kann der Rest des Buches noch so hammermäßig sein. Hier war das echt gar nicht der Fall. Keine einzige Stelle, bei der ich sagen musste, dass mir der Kitsch zu viel war, nicht mal ansatzweise. Natürlich bleibt das Buch trotzdem romantisch und das ist auch gut und schön sein, aber solche Sätze wie "Ich habe noch nie für jemanden so empfunden, wie für dich" fallen eben weg und werden durch halbironische Statements ersetzt.
Der Schreibstil hat jedoch auch eine Schattenseite, wenn auch keine allzu große. Und zwar reden die Charaktere manchmal ein wenig hochgestochen. An sich nichts Schlimmes, vor allem weil ein paar auch als sehr gebildet dargestellt werden, aber wenn die Person schon ein, zwei, drei, vier, fünf Drinks intus hat, muss sie doch wohl echt nicht mit hochgestochenen Sätzen daherkommen, egal, wie intelligent und studiert sie auch sein mag! Und noch etwas, das ich einfach komisch fand: Daniel, der Nachbar, hat einen Bart. Und Ros, die Hauptperson beschwert sich die ganze Zeit, wie schlimm der doch ist und wie schrecklich. Was ich gar nicht verstehen kann. Gut, ich kenne den speziellen Bart auch nicht und vielleicht ist der ja wirklich so schlimm, wie getan, wird, aber Männer mit Bärte sind doch unglaublich beliebt! Ich weiß echt nicht, was die Autorin gegen den Holzfällerlook hat...
Was ich allerdings wieder super finde, ist, dass die Geschichte so ziemlich sofort anfängt. Und zwar in dem Sinne, dass man nicht erst warten muss, bis sich bedeutende Ereignisse endlich abspielen, sondern man gleich mittendrin ist. Statt also abzuwarten, bis das Meerschweinchen endlich die Kurve kratzt, ist es schon tot, weil der rasenmähende Nachbar es erwischt hat. Über die geplatzte Hochzeit und ihre Folgen wird in einem kurzen Rückblick berichtet, Betonung auf "kurz", denn Gott sei dank wird hier nichts in die Länge gezogen.
Die Handlung an sich ist erwartungsgemäß. Zwar ziemlich süß und unterhaltsam, jedoch auch extrem vorhersehbar, vor allem zum Ende hin hätte ich darauf wetten können, wie es ausgeht. Außerdem finde ich, dass die beziehungstechnischen Probleme ziemlich aufgebläht werden. An jeder Ecke ist jemand verliebt und/oder trennt sich, egal, ob jetzt eine der wichtigeren oder unwichtigeren Charaktere im Buch. Ziemlich übertrieben, wie ich finde, und dazu auch noch unrealistisch, wenn es so auf einen Haufen und gleichzeitig passiert. Wenn man jedoch über die Vorhersehbarkeit und das teilweise Übertriebene hinweg sieht, ist die Handlung schon ganz okay.
Die Charaktere im Buch finde ich sympathisch, auch wenn ich nicht weiß, ob man sich so toll mit ihnen identifizieren kann. Vor allem bei Ros bin ich mir da echt unsicher. Am Anfang ist sie noch sehr traurig und zurückgezogen, lebt in der Vergangenheit, bis sie die dann schrittweise hinter sich lässt und neu anfängt. Aus dem grauen Mäuschen wird eine regelrechte Sexbombe, die witzig ist und nett und überhaupt toll zu sein scheint. Klar, Ros hat eindeutig ihre Macken, zum Beispiel, dass sie oft einfach sagt, was ihr gerade so durch den Kopf geht, aber ansonsten ist sie doch oft schon an der Grenze zu perfekt und deshalb nicht zur Identifikation geeignet, wenn auch nicht unsympathisch. Joan, eine Kollegin von Ros, ist hingegen alles andere als perfekt, einfach nur schrullig und das meiner Meinung nach zu sehr. Es wirkt so übertrieben, vor allem, wenn Bobby dann noch dazukommt...Wen ich total gerne mag, ist Andrew. Selbst wenn ich es seltsam fand, dass erst gesagt wurde, dass Ros bis jetzt noch nicht wirklich mit ihm Bier getrunken hat und dann gefühlt alle paar Seiten ein bierlastiges Gespräch zwischen den beiden begann. Wie er Gefühlen und unbedingt auch Gesprächen darüber aus dem Weg geht, kommt mir so typisch Mann vor, und man kann echt mit ihm mitfühlen, wenn Joan über ein seltsames Thema anfängt zu reden und er aus dem Zimmer flüchtet. Wenn er vorkam, gab es so oft schöne Momente und Gespräche, dass ich mich jedes Mal wieder gefreut habe :)

Mein Fazit


Wer ein Fan leichter Lektüre ist, ist hier auf jeden Fall richtig. "Herz über Kopf ist wirklich schön zu lesen, ohne dass man sich über irgendwas anderes den Kopf zerbrechen muss. Außerdem ist das Buch eine kleine Ausnahme in seinem Genre, da es ganz ohne übermäßig kitschige Gespräche auskommt, was mich ja immer die Nerven kostet^^ Auch die Charaktere sind ganz nett. Ros ist mir zwar ein bisschen zu nett, fast schon perfekt, aber es geht gerade noch so, dass ich sie immer noch mag und ihr ein gutes Ende gegönnt habe. Was jetzt nicht sooo toll war, ist zum Einen, dass selbst alkoholisierte Gespräche oft hochgestochen daherkommen, da fragt man sich, wie man denn in England Alkohol verträgt. Und zum anderen ist die Handlung ein wenig übertrieben und vorhersehbar. Probleme über Probleme über Probleme, die von allen Seiten zu kommen scheinen, plus, dass noch jeder seine eigene Lovestory zu bewältigen hat und eigentlich weiß man ja sowieso schon wie es ausgehen wird, und zwar gut für alle, ist doch klar...Na ja, wenn einen das nicht ganz so stört (wie mich, weil ich finde, dass man ein gewisses Maß an Vorhersehbarkeit und Übertriebenes von dem Genre erwarten kann), dann kann man das Buch genießen und einfach lesen, weil es sich wirklich schön lesen lässt. Von mir gibt es 3,5 von 5 Sternen :)

Sonntag, 12. Juni 2016

Skulduggery Pleasant - Die Diablerie bittet zum Sterben

Klappentext


Ein Teleporter nach dem anderen wird umgebracht. Wer steckt dahinter? Und was bezwecken der oder die Mörder? Gut, dass Stephanie ihr Spiegelbild hat, das für sie in die Schule geht und die Hausaufgaben macht. Denn wer kann sich schon vormittags auf Geometrie konzentrieren, wenn er nachmittags noch eine Mordserie aufklären muss? In ihrem neuesten Fall müssen Skulduggery und Stephanie einen jungen Teleporter namens Fletcher Renn beschützen. Dumm nur, dass der sich als größte Nervensäge auf Erden entpuppt - und dass ihnen nicht nur die Diablerie im Nacken sitzt, sondern auch Remus Crux, der tollpatschigste Detektiv, den die Welt je gesehen hat. Der glaubt doch allen Ernstes, Skulduggery selbst sei der Teleporter-Mörder! 

Meine Meinung


Zur Buchgestaltung
Hier auf dem Bild sieht man es jetzt nicht, weil ich das Buch ausgeliehen habe und, na ja, wer leiht schon den Umschlag eines Hardcover-Buches mit aus, aber das Cover von "Skulduggery Pleasant - Die Diablerie bittet zum Sterben" sieht wieder richtig cool aus. Es ist so ziemlich in schwarz und blau gehalten, mit ein bisschen weiß und natürlich auch den Grautönen dazwischen. Vorne ist einmal Skulduggery, das Skelett, und neben ihm ein Mädchen mit schwarzen Haaren, das nur Walküre sein kann. Beide sind gerade dabei, Magie auszuüben, Walküre hat einen Feuerball in der Hand (hier natürlich blau, weil wie schon gesagt Blau auf dem Cover die einzige richtige Farbe ist), aber das bei Skulduggery verstehe ich nicht. Warum hat er bitte in der einen Hand einen Magieblitz und aus der anderen wachsen so etwas wie magische Wolverine-Krallen? Gut, es sieht vielleicht cool aus, aber ist doch total sinnlos, weil so etwas in den Büchern nie vorkommt!
Aber ansonsten gefällt mir das Cover^^

Zum Buch
Wenn mich jemand fragen würde, ab wann ich die "Skulduggery Pleasant"-Reihe nicht mehr einfach nur gut finde, sondern liebe, würde ich wahrscheinlich sagen, ab Band 3. Hier nimmt die Handlung, die für die gesamte weitere Reihe von Bedeutung ist, langsam Fahrt auf. Andeutungen werden gemacht, Geheimnisse werden zwar noch nicht entlarvt, aber es wird gezeigt, dass es sie gibt, und die meisten der wichtigsten Charaktere kommen zusammen.
Die Geschichte fängt mit einem Versteckspiel an: Wer tötet die Teleporter? Warum? Später dann die Frage, wer die Diablerie ist und was sie mit den Teleportern vor hat. Fragen über Fragen, die gelöst werden müssen und es im Laufe des Buches auch werden, auch wenn manche Antworten lange auf sich warten lassen, sodass man vielleicht gar nicht mehr mit ihnen gerechnet hätte. Dazu kommt, dass Skulduggery und Walküre (denn für mich wird sie jetzt immer Walküre sein, schließlich wird sie ab Band 2 auch fast ausschließlich so genannt) inoffiziell an der Mordserie arbeiten, denn der Großmagier hat sie als Detektive des Sanktuariums gefeuert und will die beiden nicht mehr in Sanktuariumsangelegenheiten sehen. Alles in allem also ein schwieriger Fall, der noch schwieriger wird, als herauskommt, was passieren könnte, wenn sie scheitern. Am Ende steht dann auch eine Schlacht, die es in sich hat, da wird niemand geschont. Alle kämpfen und müssen Verletzungen einstecken und man kommt auch nicht um das ein oder andere Opfer herum. Als ich heute die letzten Kapitel gelesen habe (und damit meine ich die letzten 50 Seiten), konnte ich mich nicht vom Buch losreißen, und das, obwohl ich das Ende schon kannte. Derek Landy schafft es, dass die Geschichte auch nach mehreren Malen des Lesens top spannend bleibt und man nur noch dasitzen und weiterlesen möchte. Das Ende ist natürlich das grausamste, das die Reihe bis zu diesem Teil zu bieten hat und macht Lust nach mehr. Wenn ich nicht schon wüsste, wie es weitergeht, hätte ich keine Sekunde verstreichen lassen, um mit dem nächsten Band anzufangen, schon so ist es mir ziemlich schwer gefallen, nicht gleich Band 4 zu nehmen und weiterzulesen.
Doch trotz der Ernsthaftigkeit, die sich in "Die Diablerie bittet zum Sterben" breit macht, bleibt das Buch einmalig witzig. Ich kann nicht oft genug sagen, wie sehr ich den Schreibstil des Autors bewundere, seine Dialoge, seine Charaktere, einfach alles stimmt und der Humor passt perfekt rein und bringt einen seehr oft zum Schmunzeln. "Skulduggery Pleasant" bietet einfach eine krasse Mischung an Sarkasmus und Action und Blut und vor allem Fantasy, die einem einfach gefallen muss.

Mein Fazit


Für mich ganz eindeutig der beste der drei ersten Teile der "Skulduggery Pleasant"-Reihe, hier wird noch eine Schippe drauf gelegt. Ob Humor, der durch das Auftauchen neuer Charaktere gefördert wird, oder die neuen Gegner, mit denen Skulduggery und Walküre sich herumschlagen müssen und dafür sorgen, dass die Action ganz und gar nicht zu kurz kommt. Man entdeckt als Leser auch immer mehr aus der Welt der Geschichte, so werden hier zum Beispiel die Fähigkeiten der Teleporter und der Totenbeschwörer richtig eingeführt, die vorher eher am Rande oder nur sehr kurz erklärt wurden. So bleibt es wirklich spannend bis zum Schluss, man wird kein bisschen geschont und sollte auf jeden Fall Band 4 zur Hand haben, denn hier besteht absolute Suchtgefahr :D Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen!

Donnerstag, 9. Juni 2016

Trailer zu "Smaragdgrün"!

Jetzt kommt er also bald auch in die Kinos, der letzte Teil der "Liebe geht durch alle Zeiten"-Saga nach Kerstin Gier. Und ich habe es total vercheckt! Mir war ja klar, dass "Smaragdgrün" dieses Jahr noch herauskommt, aber irgendwie war ich da voll auf frühestens August, eher September eingestellt. Und dann hab ich heute zufällig eine Kinozeitschrift gesehen, vorne ein Bild der beiden Hauptdarsteller Maria Ehrich und Jannis Niewöhner, und hab gesehen,. dass es gar nicht mehr so lange hin ist, bis man den Film in den Kinos bewundern darf, nämlich ab 30. Juni schon!
Teil 2 der Reihe hat ja ziemlich gemein aufgehört: Der Graf von Saint Germain hat irgendetwas Böses vor, nur man weiß nicht, was und Gideon scheint die ganze Zeit Gwens Vertrauen missbraucht zu haben, weswegen sie jetzt ein ziemlich gebrochenes Herz hat. In Teil 3 wird sich dann alles aufklären. Ich bin da ja mal gespannt drauf und weiß nicht, was ich von dem Film erwarten soll. Die letzten beiden fand ich ganz in Ordnung, vor allem den zweiten, aber nicht überirdisch gut. Natürlich will ich jetzt trotzdem wissen, wie die Regisseure die Filme enden lassen (wie die Bücher enden, weiß ich ja schon). Der Trailer zeigt mir jedoch, dass jetzt nur noch das Grundgerüst vom Buch übernommen wurde und sonst anscheinend einiges hinzugedichtet wird. Zwar sind Herzschmerz, Verwirrungen und der Kampf gegen das Böse dabei, aber was diese ganzen vielen Zeitsprünge sollen oder auch das Sportauto und der Helikopter, das weiß ich nun wirklich nicht. Genauso wenig weiß ich nicht, wieso Gwen plötzlich im engen Lederdress durch die Gegend rennt und von Bäumen springt. Einerseits zeigt der Trailer, dass der Film actionreicher werden wird als die Bücher, aber dann kommt mir das Ganze auch wieder so übertrieben vor...
Na ja, ich werde mir "Smaragdgrün" auf jeden Fall im Kino ansehen, mal sehen, was die so daraus gemacht haben. Ich lasse mich mal überraschen :)

Trailer "Smaragdgrün"

Mittwoch, 8. Juni 2016

Skulduggery Pleasant - Das Groteskerium kehrt zurück

Klappentext


Nein, ein normales Leben führt die 13-jährige Stephanie Edgley nicht. Während ihre Freundinnen sich zu Pyjamapartys treffen, verbringt sie ihre Zeit mir einem lebendigen Skelett. Um die Welt zu retten, versteht sich. Denn Stephanie und Skulduggery Pleasant stehen erneut vor einem knochenharten Fall: Baron Vengeous, einer der gefährlichsten Gegenspieler Skulduggerys, ist aus dem Gefängnis geflohen. Er hat einst ein wesen geschaffen, das die Macht besitzt, die gesichtslosen zurückzuholen. Nun will der Baron jenes Wesen erwecken - und somit den Weg für das Böse ebnen...

Meine Meinung


Zur Buchgestaltung
Das Cover sieht dem vom ersten Band ziemlich ähnlich, wieder das Skelett - ja, Skulduggery, denn in der Geschichte gibt es sonst keine lebenden Skelette -, das Feuerbälle in der Hand hält. Natürlich sehr cool und total passend, aber es kann auch ein bisschen langweilig wirken, weil es dem Cover des ersten Buchs eben sehr ähnlich sieht. Das liegt aber glaube ich einfach an der Taschenbuchausgabe, da müsste das Cover immer so oder eben so ähnlich aussehen, bei den Hardcovern variiert das schon, deswegen finde ich die Ausgaben auch besser und hab sie ab Band 4 alle. Na gut, wegen der coolen Gestaltung und weil ich nicht warte, bis es die Bücher als Taschenbuch gibt :p

Zum Buch
Wie ihr wisst, liebe ich diese Reihe, "Skulduggery Pleasant" hat aber auch alles, was man sich wünschen kann, vor allem, wenn man Fantasy mag. Deswegen finde ich Band 2 der Reihe, "Das Groteskerium kehrt zurück" auch wieder einfach super! Die Geschichte setzt etwa ein Jahr nach den Geschehnissen in Band 1 ein und Walküre hat schon einiges gelernt und zwar nicht nur, was die Magie angeht - sie wird in Elemente-Magie ausgebildet -, sondern auch in Sachen Kampftechniken. Richtig cool, denn während sie in Teil 1 noch eher passiv war und nur ab und an eher verplant angreifen konnte, mischt sie jetzt auch in der Action mit, selbst wenn sie noch nicht so gut in allem ist, sie ist ja schließlich erst 13. Trotzdem wirklich cool, weil sie nicht mehr ganz so sehr auf Skulduggery angewiesen ist :)
Außerdem sind Walküre und Skulduggery inzwischen ein richtig eingespieltes Team. Ja, im ersten Band sind die beiden auch schon super miteinander klar gekommen, doch das hat sich jetzt noch gesteigert, die Dialoge sind schnell und witzig und oft auch beleidigend oder albern, weil es einfach die Art der Charaktere ist, auch mal beleidigend oder albern zu sein. Auch sonst sind die Dialoge einfach klasse, einfach nur zum Lachen (natürlich im positiven Sinne) und so hatte ich einfach Spaß, das Buch mal wieder zu lesen. Das ist eben der Schreibstil von Derek Landy, der es schafft, den Leser zu fesseln, ihn dazu zu bringen, dass er immer weiter liest, dass er über die Situation und vor allem über die Personen lacht , aber auch bei spannenden Kämpfen mitfiebert. Zwar hat der Kick für mich beim zweiten Mal Lesen des Buches ein wenig nachgelassen, aber Spaß gemacht hat es trotzdem. Ich glaube, dass es bei mir dieses Mal ein bisschen länger gedauert hat, liegt einfach daran, dass man bei dem Buch doch noch merkt, dass es für Kinder geschrieben ist. Was jetzt nicht heißen soll, dass das irgendwie schlecht ist, ganz und gar nicht! Nur bin ich wahrscheinlich aus dem Alter draußen, dass ich da noch mega mitfiebere, ich finde die neueren Bände besser. Ich finde ja sowieso, dass man die "Skulduggery Pleasant"-Reihe mit den "Harry Potter"-Büchern kann, weil man mit den Hauptpersonen mitwachsen kann, in dem Fall hier mit Walküre.
Was ich ja auch total an "Skulduggery Pleasant" liebe, sind die Namen und die Einfallsreichtum, der dahinter steckt. Damit meine ich zum Einen die Namen von Dingen. Zum Beispiel das Sanktuarium, eigentlich ein Wort, das in der Kirche benutzt wird und hier der Name des Ortes, wo sich der Ältestensenat der Zauberer versammelt hat. Oder das Groteskerium, das Monster, dessen Name schon darauf schließen lässt, dass es grotesk ist. Vor allem finde ich es aber krass, wie viele Namen von Magiern sich der Autor ausgedacht hat und wie gut der Namen dann zu der jeweiligen Person passt. Ich meine, in "Skulduggery Pleasant" kommen ja nun wirklich nicht wenige Leute vor und jeder hat einen Namen, der perfekt passt, noch dazu ziemlich außergewöhnlich, weil die Namen in der Magierwelt so ziemlich alle außergewöhnlich sind.
Apropos Charaktere, von denen kommen in "Das Groteskerium kehrt zurück" ein paar Neue dazu und zwar nicht nur Baron Vengeous, der hier den Superbösewicht darstellt, sondern auch andere, einige Böse, manche mehr oder weniger böse. Und fast jeder von ihnen spielt in den späteren Büchern wieder eine Rolle, manche sind sogar total wichtig. Mein Liebling von denen, die neu dazukommen, ist ja Scapegrace, mit ihm gibt es einfach sooo viele witzige Szenen, richtig richtig cool! Aber er ist ja der absolute Oberkiller, wie er von sich selbst behauptet^^

Mein Fazit


Eindeutig ein würdiger Nachfolger von Band 1, wieder mit tonnenweise Witz und Einfallsreichtum, so toll geschrieben! Es macht einfach Spaß, die Bücher zu lesen, auch wenn sie noch ein bisschen kindlich sind. Man merkt auch schon total, dass die Hauptfigur sich entwickelt hat, sie hat nun mehr Fähigkeiten und kann so aktiv mithelfen, die Bösen aufzuhalten. Die Geschichte ist auch auf keinen Fall klischeehaft oder so, es gibt Wendungen und wenn etwas doch mal zu nah ans Klischee kommt, wird sich darüber lustig gemacht. Es treten auch coole, interessante neue Charaktere auf den Spielplan, sodass es auf gar keinen Fall langweilig wird. Dafür bekommt das Buch 4 von 5 Sternen von mir 😊